Mit einem feierlichen Festakt wurde gestern der Joan-Salomon-Platz vor der evangelischen Kirche in Essenheim eingeweiht.
Joan Salomons Familie stammte aus Essenheim, musste aber nach der Machtergreifung der NSDAP aus dem Ort fliehen. Einige ihrer Angehörigen wurden in Konzentrationslagern von den Nationalsozialisten ermordet. Doch statt auf Hass setzte Joan Salomon auf Aussöhnung: So lernte sie unter anderem die deutsche Sprache und besuchte Essenheim. Bei diesem Besuch entstand unter anderem der Dokumentarfilm „Visiting the Past“ von Barbara Trottnow, der überregional Aufmerksamkeit erregte.
Auf Initiative des Dorf- und Geschichtsvereines Essenheim wurde der Platz nun nach Joan Salomon benannt. Gerade in Zeiten von Krieg und Völkermord ist das ein wichtiges Zeichen der Versöhnung und gegen das Vergessen. Wir haben diese Initiative daher sehr gerne im Gemeinderat unterstützt und an der Einweihung des Joan-Salomon-Platzes teilgenommen!

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