In der letzten Ausschusssitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport rückte vor allem die Jugendarbeit in den Fokus.

Seitens der Ortsgemeinde wurde die Jugendpflegerin der Verbandsgemeinde, Frau Claudia Grießhaber, eingeladen, um erste Impulse zu geben, wie uns Jugendarbeit gelingen kann.

Zum Einstieg wurde die Shell Jugendstudie 2019 präsentiert. Hier konnte man sehen, dass das soziale Engagement Jugendlicher sinkt. Auch die Bereitschaft, sich mit Gleichaltrigen zu treffen, ist seit Beginn des Jahrtausends gesunken. Für uns ist klar: Diesem Trend müssen wir entgegenwirken.

Des Weiteren präsentierte Frau Grieshaber auch, wie uns Jugendarbeit gelingen kann. So ist es wichtig, Zielgruppen und die Art der Jugendarbeit zu bestimmen. Jugendarbeit kann selbstverwaltend geschehen, aber auch geleitete Jugendarbeit, beispielsweise von einem Jugendbeauftragten, wäre möglich. Das gilt es zu klären.

“Natürlich muss Jugendarbeit Hand in Hand mit unseren Vereinen Geschehen. Vereine geben uns die Möglichkeit, einen besseren Draht zu den Jugendlichen zu finden”, sagt Eric Schmahl, Ausschussmitglied für die SPD. Eine weitere Anregung aus der Runde war, auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden einzubeziehen.

“Ein wichtiger Punkt ist, dass Jugendliche einen Raum für sich haben. Fremdvermietung darf nicht die Regel werden”, sagt Sven Seckler, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. Man einigte sich schlussendlich darauf, die Fremdvermietung des Jugendraumes ab Oktober einzustellen und ab dann zu beginnen, aktiv mit Jugendlichen in Kontakt zu treten.

“Natürlich bedanken wir uns auch für die tolle Zusammenarbeit mit der 1. Beigeordneten bei dieser Thematik. Man merkt, dass alle an einem Strang ziehen und die Jugendarbeit in Essenheim voranbringen wollen!”, so Seckler und Schmahl abschließend.

Alles in allem konnten bereits einige wichtige Anregungen gesammelt werden, wie Jugendarbeit in Essenheim gelingen kann. Nun geht es langsam aber sicher an die Umsetzung!

„Es geht vorwärts in Sachen Radweg zwischen Stadecken-Elsheim, Essenheim und Mainz-Lerchenberg“, verkündet Landtagsabgeordnete Nina Klinkel (SPD) nach Rückfrage beim Landesbetrieb Mobilität.

Bereits bekannt ist, dass die bisher als kombinierter Rad-/Geh- und Wirtschaftsweg konzipierte Wegführung zwischen Stadecken-Elsheim und Mainz-Lerchenberg ist drei Abschnitte gegliedert ist.

„Für die Abschnitte 01 (Beginn: Bereich des östlichen Ortsausgangs von Stadecken-Elsheim, paralleler südlicher Verlauf der L426, Ende: Einmündung L426/Am Römerberg westlich von Essenheim) und 03 (Beginn: Unterführungsbauwerk Finther Weg in Essenheim, paralleler nördlicher Verlauf L426, Ende: Kreuzung L426/L427 Mainz-Lerchenberg) sind Planungen erforderlich. Das vom LBM beauftragte Planungsbüro hat nun eine Vorplanung für diese Abschnitte in Bearbeitung“, erläutert Klinkel.

Noch im März, so wurde die Abgeordnete informiert, erfolge eine Erörterung der bisher erstellten Planungsunterlagen „in Bleistiftqualität“ mit den betroffenen Ortsgemeinden, der Verbandsgemeinde und den Vertretern der örtlichen Landwirtschaft. Bereits im November letzten Jahres hatte Klinkel Vertreter der Gremien und der Landwirtschaft zu einem vor-Ort Termin mit dem LBM eingeladen um ihre Anregungen aufzunehmen. „Ich freue mich, dass der Weg nun im wahrsten Sinne „Fahrt“ aufnimmt und danke dem LBM für seine Arbeit“, so Klinkel abschließend.

 

Foto: MdL Nina Klinkel und Vertreter aus den Ortsgemeinderäten Stadecken-Elsheim, Essenheim und Ober-Olm (alle SPD)

#RatAktuell: Gemeinderat am 03.03.2020

 

 

TOP 1: Einwohnerfragestunde

Seitens der Einwohner gab es keine Fragen an Rat oder Verwaltung.

 

TOP 2: Zweite Änderung der Hauptsatzung der Ortsgemeinde Essenheim

Die Änderung der Hauptsatzung wurde nötig, da ein Vorschlag eingegangen ist, für die Belangen der Menschen mit Behinderung einen Beauftragten, namentlich Markus Oberländer, zu wählen. Diesen Schritt begrüßen wir als SPD-Fraktion, da die Belange der Menschen mit Behinderung in den vergangenen Jahren nicht genug Gehör innerhalb der Gemeinde gefunden hatten. Zudem hat die Verbandsgemeinde Nieder-Olm zwar auch einen Behindertenbeauftragten, jedoch ist für uns der Blick eines Ortsansässigen wichtig.

Seitens der „Parteilosen Fraktion“ wurde erwidert, dass es seitens der Verbandsgemeinde Nieder-Olm bereits eine Behindertenbeauftragte gäbe. Jedoch war für die anderen Fraktionen klar, dass der Blick eines Ortsansässigen hier wünschenswert und wichtig ist.

Zudem wurde bemängelt, dass im Haushalt Geld für einen solchen Beauftragten eingestellt worden sei. Dies ist aber per Landesgesetz geregelt, damit eventuelle Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen oder etwaige Reisen von der Gemeinde getragen werden können.

Am Ende folgte der einstimmige Beschluss zur Änderung der Hauptsatzung.

 

TOP 3: Nachwahl eines Stellvertretenden Ausschussmitgliedes

Da der Nachrücker der SPD im Ausschuss für Bau, Dorfstruktur und Verschönerung, Peter Jahns, aus zeitlichen Gründen sein Mandat niederlegte, wurde Mathias Keutner für die SPD-Fraktion als stellvertretendes Ausschussmitglied einstimmig nachgewählt.

 

TOP 4: Vorstellung des Konzeptes „20 plus“ Bücherei

Um eine strategische Weiterentwicklung der Gemeindebücherei anzugehen, wurde seitens der ehrenamtlichen Helferinnen der Bücherei ein Konzept entwickelt. Dieses Konzept beschreibt sowohl den Ist-Zustand, als auch den Soll-Zustand bis zum Jahr 2025.

 

Ist-Zustand:

Derzeit ist die Bücherei jede Woche dienstags (18.00 – 19.00 Uhr), donnerstags und freitags (jeweils 16.00 – 18.15) geöffnet, was etwa 310 Öffnungsstunden pro Jahr bedeutet. Durch zusätzliche Veranstaltungen erhöht sich das Pensum der Arbeitsstunden auf 560 Stunden pro Jahre. Diese Stunden verteilen sich auf die insgesamt 8 ehrenamtlichen Helferinnen.

In den vergangenen Jahren ist ein minimaler Rückgang der Benutzer zu beobachten, was vor allem auf die längere Schulbetreuung und die doppelte Berufstätigkeit der Eltern zurückgeführt wird.

Die größte Zielgruppe der Bücherei sind Kinder unter 12 Jahren und Leser*innen zwischen 41 und 60 Jahren.

Vor Ort umfasst der Bestand der Bibliothek 5512 Medien, wovon über 50% für Kinder und Jugendlichen gedacht sind.

Zudem ist die Bücherei seit 2017 Mitglied der „onleihe Rheinland-Pfalz“. Hier kann man mit digitalen Endgeräten auf bis zu 90.000 verschiedene Medien zugreifen.

 

Soll-Zustand:

Ziel der Bücherei ist es, zu einem sogenannten „Third Place“ für Bürgerinnen und Bürger zu werden. Ein „Third Place“ ist neben dem Beruf („First Place“) und der Familie („Second Place“) ein Ort zum Verweilen und Entspannen. Hierzu ist es notwendig, die Attraktivität der Bücherei, zum Beispiel durch WLAN, weiter zu erhöhen.

Wir als SPD-Fraktion begrüßen die tolle Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen der Bücherei, unsere Unterstützung ist gewiss. So wurden im kommenden Haushalt die finanziellen Mittel für die Bücherei erhöht (von 2.500€ auf 3.000€) und die Einrichtung eines WLAN-Netzwerkes wird in den kommenden Wochen fertiggestellt.

Weitere Information zur “Onleihe” finden sie hier:

https://rlp.onleihe.de/rlp/frontend/welcome,51-0-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html

 

TOP 5: Verschiedenes/Informationen

Der Bürgermeister berichtet, dass die konkreten Pläne zum Radweg nun auf dem Tisch liegen. In der kommenden Woche sind die Bürgermeister beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) eingeladen, um den aktuellsten Stand der Dinge zu erfahren. Bei einem positiven und schnellen Verlauf kann damit gerechnet werden, dass der Bau des Radweges 2021 beginnt.

Zudem wird erinnert, dass am 14. März 2020 wieder die Aktion „Sauberes Essenheim“ stattfindet. Treffpunkt ist der Bauhof um 09.00 Uhr.

Es wurden, auf Grund des Corona-Virus, Bedenken geäußert, ob es sinnvoll ist, dass Frühlingsfest für Senioren wie geplant im kommenden Monat durchzuführen. Man verständigt sich darauf, dass man zunächst die Anweisung der staatlichen Behörden und die weitere Ausbreitung des Virus abwartet, bevor man eine Entscheidung trifft.

Seitens der „Parteilosen Fraktion“ wurde der aktuelle Stand zu den Anträgen der SPD, namentlich dem Antrag zum Vereinsring und den Antrag zum Punktesystem, erfragt. In der kommenden Woche wird zunächst der Ausschuss über die Anträge beraten, ehe diese in den Rat getragen werden.

Der Bürgermeister informiert darüber, dass ein Tauschgeschäft zwischen der evangelischen Kirche und der Gemeinde Essenheim vollzogen wurde. So verzichtet die evangelische Kirche auf die Parzellen, auf denen die neue Treppe errichtet wurde, erhält dafür aber ein unbegrenztes Wegerecht.

Unser Vorsitzender, Eric Schmahl, zu den gestrigen Geschehnissen in Thüringen.

Die Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen war eine Zäsur. Jeder, der uns etwas anderes erzählen möchte, ist unglaubwürdig!

Aber von Beginn an: Nach der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober kristallisierte sich eine Minderheitsregierung aus Linken, SPD und Grünen heraus, eine Koalition, die schon in den vorherigen Jahren unter Bodo Ramelow die Geschicke in Thüringen geleitet hatte.

Bei der nun anstehenden Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen war klar, dass der amtierende Ministerpräsident in den beiden ersten Wahlgängen durchfallen würde, da man hier noch die absolute Mehrheit (50%+1) hinter sich vereinigen musste. Da rot-rot-grün jedoch nur 43 der nötigen 46 Abgeordneten hinter sich vereinigen konnte, musste man bis zum dritten Wahlgang abwarten, bei dem dann lediglich eine relative Mehrheit benötigt wurde.

Und hier geschah es dann: Thomas Kemmerich stellte sich zur Wahl auf. Mutmaßlich, um als „Gegengewicht“ zu den beiden Kandidaten der „politischen Ränder“ (Bodo Ramelow von den Linken und Christoph Kindervater von der AfD) noch einen Kandidaten der „bürgerlichen Mitte“ zur Wahl zu stellen. Das erste Mal wird versucht, den Bürger zu verarschen: Die Linke in den neuen Bundesländern sind mitnichten mit den Linken der alten Bundesländer zu vergleichen. Während Höcke und seine Thüringer Fraktion ganz klar den rechten Rand der Bevölkerung abzubilden versuchen, ist die Linke von Bodo Ramelow mehr eine politische Kraft der gesellschaftlichen Mitte. Hier also von einer Alternative der „bürgerlichen Mitte“ zu reden ist absurd, denn eben jene gab es zuvor schon!

Bei der Wahl stimmten nun 45 Abgeordnete für Thomas Kemmerich, 44 für Bodo Ramelow und 1 Abgeordneter enthielt sich. Somit war erstmals seit Reinhold Maier, der in der Nachkriegszeit in Baden-Württemberg Ministerpräsident war, ein Liberaler zum Landeschef gewählt worden. Was man dazu sagen muss: Auch dies war ein kolossaler Betrug am Wählerwillen. Wenn jemand zum Ministerpräsidenten gewählt wird, der als Spitzenkandidat gerade mal 73 Stimmen über der 5%-Hürde gelandet ist, dann ist irgendetwas gewaltig schiefgelaufen.

Geht man davon aus, dass bei Grünen, Linken und SPD jeder Abgeordnete seinem Kandidaten Bodo Ramelow treu geblieben ist, lässt sich nun also folgendes konstatieren: 45 der 48 Abgeordneten von CDU, FDP und AfD sorgten dafür, dass Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Da der Kandidat der AfD keine einzige Stimme erhielt, kann man guten Gewissens davon ausgehen, dass die Fraktion das AfD geschlossen Thomas Kemmerich gewählt hat. Ein weiteres Mal wird versucht, Betrug am Wähler zu begehen: Direkt nach seiner Wahl positionierte sich Kemmerich absolut Anti-Höcke und Anti-AfD und beteuerte, dass es keine Form der Absprache gab. Wer jedoch einmal in das große Geschäft der Politik geblickt hat weiß, dass das nur gelogen sein kann. Die AfD wird nicht plötzlich die Eingebung gehabt haben, dass Kemmerich ein besserer Kandidat sei, als ihrer das war. Mir fällt es zumindest äußerst schwer zu glauben, dass es hier vorher keinerlei Absprachen gab. Aber auch wenn es eben diese nicht gab, wiegt folgender Satz schwer: „Ich nehme die Wahl an“. Mit dem Bewusstsein also, dass die AfD nun der Königsmacher sein würde, nimmt ein Liberaler die Wahl an. Ein Dammbruch, ein Tabubruch, und der von Höcke und Co. lang ersehnte Anfang. 1928 wurde erstmals ein Ministerpräsident mit Hilfe von Hitlers NSDAP ins Amt gehievt, natürlich in Thüringen. Ab diesem Moment war die NSDAP auch damals salonfähig geworden und es ging steil bergauf.

Was kann Kemmerich geleitet haben? Absolute Ahnungslosigkeit? Wohl kaum. Politische Dummheit gepaart mit nicht-aufpassen im Geschichtsunterricht? Wäre möglich. Vielleicht auch einfach die pure Machtgeilheit? Auch das ist denkbar. Fakt ist: CDU und FDP machen sich zum Steigbügelhalter für jemanden, den man per Gerichtsurteil als Nazi bezeichnen darf.

Die Reaktionen der Parteioberen sind gespalten. Gerechtfertigtes Entsetzen bei Linken, SPD und Grünen. Kramp-Karrenbauer und Söder priorisieren Neuwahlen, um das Fiasko, das die eigenen Leute angerichtet haben, wieder rückgängig zu machen. Die AfD feiert und redet von einem historischen Tag. Und Lindner? Beteuert zunächst, dass er den Grundsatz seiner Partei, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten, weiterhin stützt. Im gleichen Zug fordert er jedoch SPD, Linke und Grüne zur Zusammenarbeit für Thüringen auf. Hier muss ich erstmals fragen: Geht´s noch? Sich von Höckes Gnaden zum Ministerpräsidenten mauscheln, die Uhr dann auf 0 setzen, die Unterstützung der AfD vergessen und ab in die Zusammenarbeit mit dem demokratischen Spektrum. Irgendjemand muss in letzter Zeit den moralischen und geistigen Kompass der FDP zerstört haben.

Dass Kemmerich und seine 4 Mitstreiter nun ankündigen, den Landtag auflösen zu wollen und Neuwahlen anstreben, ist ein richtiger Schritt. Dennoch macht er die Ereignisse des gestrigen Tages nicht ungeschehen. Was bleibt ist das Bewusstsein, dass zwei Parteien, die sich selbst als Parteien der Mitte ansehen, sich zum Steigbügelhalter von Nazis machen ließen. Vielleicht hoffte man, dass der gesellschaftliche Aufschrei nicht allzu groß werden würde. Vielleicht hoffte man, dass die bisherige Regierungskoalition sich zusammenreißt und sich auf eine Zusammenarbeit unter Kemmerich hinreißen lässt. Erst als all diese Optionen zerschlagen waren und der gesellschaftliche Aufschrei sich bis ins Kanzleramt gezogen hat, als rot-rot-grün eine Zusammenarbeit kategorisch ablehnte, ruderte man zurück. Der Schaden, den diese politische Dummheit angerichtet hat, ist dennoch riesig und irreversibel.

Zu guter Letzt nun zur Bundespolitik. Vielfach ist zu hören, dass die SPD nun aus der GroKo aussteigen müsse, trotz der klaren Statements von Kramp-Karrenbauer und Söder. Die Wahl in Thüringen ist gelaufen, der Rubikon ist von CDU und FDP überschritten worden. Dessen muss die CDU sich bewusst sein und auch hier gegebenenfalls Konsequenzen ziehen bei jenen, die die Wahl von Kemmerich als den „Sieg der Mitte“ feiern. Nichtsdestotrotz ergibt sich für mich derzeit kein Grund, die Koalition im Bund in Frage zu stellen. Hätte sich die CDU-Parteispitze den Jubelschreien einiger ihrer Mitglieder angeschlossen, sähe die Thematik anders aus. Aber wir Sozialdemokraten haben uns jetzt nun mal zu dieser Koalition entschieden und können nicht beim geringsten Verdacht einen Austritt aus eben jener fordern. Das macht uns unglaubwürdig.

„Wehret den Anfängen“ hieß es immer. Dieser Anfang ist nun „geschafft“. Die Wählerinnen und Wähler von CDU und FDP müssen sich nun fragen, inwieweit ihre Parteien noch wählbar sind. Es gibt unzählige Tage, an denen man nicht gerade amüsiert ist, Sozialdemokrat zu sein. Tage wie heute machen mich aber stolz, Sozialdemokrat zu sein. Seit 1863 geben wir keinen Fußbreit den Nazis, den Radikalen. Komme was wolle, bei allen Konflikten in der Partei sind wir doch alle in einem vereint: Dem Kampf gegen Rechts!

Auf dem gestrigen Neujahrsempfang der Gemeinde wurde seitens des Bürgermeisters, Winfried Schnurbus, das erste Konzept zur neuen Ortsmitte den, schätzungsweise, 400 Anwesenden Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.
“Dieses erste Konzept gefällt uns als SPD-Fraktion sehr gut. Mit einem Park der Begegnungen und reichlich Platz für Gewerbe haben wir berechtigte Hoffnungen, dass unsere neue Mitte einen Aufschwung erlebt”, sagt Sven Seckler, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat.
“Zudem gefällt uns die Vorgehensweise in dieser Thematik sehr gut. Nach der Vorstellung des Konzeptes hat jeder Bürger noch ausreichend Zeit, das Modell im Rathaus zu betrachten und etwaige Bedenken oder Verbesserungen auf einer zeitnahen Bürgerversammlung zu äußern. Eine ehrliche und gute Art und Weise, die Bürgerinnen und Bürger einzubinden!”, sagte Eric Schmahl, Vorsitzender der SPD Essenheim.

Die neue Ortsmitte soll neben zwei L-förmigen Häusern, die ein Mischung aus Wohneigentum und Gewerbe enthalten, einen „Park der Begegnung“ als zentralen Platz, sowie Ausstellungsräume für etwa den Dorf- und Geschichtsverein beinhalten. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, trotz der Bebauung, eine Sichtachse in das Selztal zu gewährleisten. Zudem ist der „Park der Begegnung“ auch für Feste, wie etwa die Kerb oder das Domherrnfest, eine passende Ergänzung.

Landtagsabgeordnete Nina Klinkel (SPD) informiert über das Projekt in Ober-Olm, Stadecken-Elsheim und Essenheim.

„Der Rad- Wirtschafts- und Gehweg entlang der L426 ist nun bereits vielfach Gegenstand der Berichterstattung gewesen. Immer wieder musste ich Behauptungen, die offenbar ohne jede Sachkenntnis erfolgten, zurückweisen. Ich werde nicht zulassen, dass ein so wichtiges Projekt seitens von CDU Vertretern zum Politikum gemacht wird. Damit nun einmal der Landesbetrieb Mobilität zu Wort kommt und um klare Verhältnisse zu schaffen, habe ich einige Träger der öffentlichen Belange zu einem vor- Ort-Termin gemeinsam mit dem Leiter des LBM Worms, Herrn Knoop eingeladen“, so die Landtagsabgeordnete Nina Klinkel (SPD) deutlich. Bei dem vor Ort Termin schilderte der LBM anschaulich, mit wie viel Hochdruck an dem Projekt gearbeitet wird. „Vielen ist die Dimension nicht klar“, so Klinkel. „Beispielsweise, dass eine Trassenänderung das Projekt um 5 bis 10 Jahre zurückwerfen kann und dass der Aufwand in der Radewegeplanung sich kaum von dem der Straßenplanung unterscheidet“. Die drei Bauabschnitte wurden erläutert, es wurde die Abwasserproblematik angesprochen und die Vertreter, beispielsweise der Landwirtschaft und des Dientsleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) bekamen die Möglichkeit, ihre Bedenken zu äußern. So wurde der Wunsch geäußert, im Frühjahr, wenn die ersten Bleistiftzeichnungen vorliegen, mit am kommunalen Entscheidungstisch zu sitzen. Diese Bitte nahmen anwesende Gemeinderatsmitglieder auf und auch der LBM versprach einen engen Kontakt.

Der Gemeinderat möge beschließen:

„Die Gemeinde soll einen Vereinsring Essenheim gründen. Dieser soll sich selbst organisieren. Bei der Konstituierenden Sitzung soll von den Vereinsvorsitzenden einer gewählt werden, der künftig die Organisation des Vereinsrings übernimmt. Verpflegung für Sitzungen des Vereinsrings kann die Gemeinde Essenheim nach Beschluss des Gemeinderates übernehmen.“

 

Begründung:

Gerade im Hinblick auf den von uns bereits eingereichten Antrag zur Stärkung des Ehrenamts in Essenheim wird deutlich, dass eine vermehrte Kommunikation der Gemeinde mit allen Vereinen ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Gemeindepolitik sein muss. Dies ist vor allem erforderlich, wenn die Gemeinde Vorstöße unternimmt, welche das Vereinsleben in Essenheim beeinflussen könnten.

Des Weiteren wurde an unsere Fraktion zu diversen Anlässen der Wunsch herangetragen, dass auch eine vermehrte Kommunikation der Vereine untereinander sehr erwünscht ist. So ist es oftmals der Fall, dass zwei Vereine ein und dasselbe Problem haben, jedoch der Anlass fehlt, dieses zu kommunizieren und es gegebenenfalls gemeinsam zu lösen.

Bereits in der Vergangenheit sind vereinzelt Versuche unternommen worden, der Kommunikation von Gemeinde und Vereinen und der Kommunikation von Vereinen untereinander ein Forum zu bieten, jedoch sind diese Vorstöße nie Konsequent genug umgesetzt worden.

Auch in Hinblick auf den Organisationsaufwand, welcher bei der Organisation solcher Treffen anfällt, kann man davon ausgehen, dass dieser für die Gemeinde stemmbar ist. So reicht es oft, einen Rahmen, beispielsweise das Dalles-Café, zu bieten, in denen ein lockerer Austausch möglich ist.

In der vergangenen Ratssitzung entschied sich die SPD-Fraktion einstimmig dazu, den Bau der Sozialwohnungen in Essenheim zu stoppen.

,,Auch wenn uns das als Sozialdemokraten sehr schwer gefallen ist, den Bau zu stoppen, aber durch die Intransparenz des Bauvorhabens und der Verflechtungen der einzelnen Akteure war es uns nicht möglich, genaue Zahlen der Machbarkeit zu ermitteln. Unter solchen Voraussetzungen können und wollen wir einen solches Projekt nicht fortsetzen“, erklärt Sven Seckler, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Essenheimer Gemeinderat. Es seien viele Fehler in der Planung gemacht worden, die ein „weiter so“ unmöglich machen.

„Wir stehen nach wie vor für soziales und bezahlbares Wohnen für Menschen, die Hilfe benötigen “, sagt Eric Schmahl, Vorsitzender der SPD Essenheim. „Dennoch müssen wir Schaden von der Gemeinde abwenden. Seitens des Landes Rheinland-Pfalz wäre der Weg für eine Kreiswohnungsbaugesellschaft frei. Diese hätte die Möglichkeit, eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt im Landkreis zu bewirken. Wir fordern den Landkreis mit Nachdruck auf, sich diesem Thema zu widmen.“

Die Jusos Nieder-Olm blicken auf eine sehr erfolgreiche Spendenaktion zu Weihnachten zurück! Mehr als 300 Geschenke konnten dieses Jahr zusammen mit den Jusos Rhein-Selz verpackt und gespendet werden. Es wurde zahlreiche Spielsachen von den Nieder-Olmern abgegeben, „was zeigt, dass die Aktion sehr gut ankam und trug wesentlich zum Erfolg bei. Das bestärkt uns und wir wollen die Spendenaktion im nächsten Jahr fortführen“, so der Vorsitzende der Jusos Nieder-Olm, Eric Schmahl. Insgesamt wurden knapp 300 Geschenke an die Tafeln in Mainz und Oppenheim geliefert. „Es ist traurig, dass in Deutschland immer noch Menschen zur Tafel gehen müssen, aber wir hoffen, dass den Eltern und Kindern mit unseren Geschenken eine kleine Freude zu Weihnachten bereiten können“ so der Vorsitzende der Jusos Rhein-Selz, Joshua Schmitt. Die Jusos Nieder-Olm und Rhein-Selz bedanken sich nochmal ausdrücklich bei allen Spenderinnen und Spendern, die etwas gespendet oder die Aktion anderweitig unterstützt haben und wünschen ein frohes Weihnachtsfest!

Wir, die SPD-Fraktion, schlagen vor, ein Punkte-System zur Förderung des Ehrenamtes in Essenheim einzuführen.
Dies sollte zur Ausarbeitung an die zuständigen Ausschüsse (Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport) verwiesen und im Haushalt berücksichtigt werden.

Die Gemeinde legt in einem festgelegtem Zeitraum anstehende Arbeiten fest, die von ehrenamtlichen Helfern erledigt werden können.
Sind die anstehenden Themen festgelegt, so werden diese mit entsprechenden Punkten veröffentlicht.
In den Beschreibungen der Arbeiten oder Themen sollten Anzahl der benötigten Helfer sowie der Zeitaufwand beschrieben werden. Sollten Arbeiten wiederholt durchgeführt werden müssen, so wird dies mit angegeben.

Es können sich Vereine sowie Privatpersonen aus Essenheim gleichermaßen für diese Arbeiten melden.
Die sich meldenden Vereine oder Privatpersonen können nun im Vorfeld entscheiden, welchem Verein die von ihnen gesammelten Punkte nach Erledigung gutgeschrieben werden.
Jeder Punkt ist mit einem Wert hinterlegt, der nach Erledigung der Arbeiten dem ausgewählten Verein gutgeschrieben wird.

Wir sehen mit einem solchen Programm die Möglichkeit, unsere Gemeinschaft zu fördern und ein Wir-Gefühl für Essenheim zu schaffen.